UnserKiez App - Für mehr sozialen Zusammenhalt

Ein Großteil der in der Verwaltung anfallenden Arbeiten, besteht aus der Kontrolle ob Aufgaben fristgerecht und ordnungsgemäß durchgeführt worden sind. Das kann z.B. eine Anordnung des Ordnungsamtes sein, Müll von der Straße zu entfernen oder eine Überprüfung ob eine beauftragte Reparatur eines Schlagloches stattgefunden hat. Die Kontrollarbeiten sind häufig mit hohem Aufwand verbunden, der den Mitarbeitern viel Zeit und Kraft abverlangt. Mit unserer Idee für die App UnserKiez sollen Teile der Kontrollarbeiten an die Bürger ausgelagert werden. Dies mindert den Arbeitsaufwand der entsprechenden Mitarbeiter in den Behörden erheblich. So muss ein Mitarbeiter nicht erst zu dem betreffenden Ort fahren, sondern ein vor Ort verfügbarer Anwohner leiht ihm Augen und Ohren. Zusätzlich fördert die App die Integration und das Verständnis der Bürger für die täglichen Aufgaben einer Verwaltung und die Möglichkeit der aktiven Beteiligung gibt den Bürgern ein Gefühl der Verbundenheit und Solidarität mit den Mitarbeiten der Behörden.

Neben der Aufgabenteilung zwischen Behörde und Bürger ist auch die Beziehung der Bürger untereinander ein wichtiges Thema innerhalb der App. In unserer heutigen Zeit wird häufig der Wegfall sozialer Bindungen und Beziehungen und der damit einhergehende negative soziale Wandel beklagt. Ein gegenseitiges Unterstützen, wie es häufig in kleinen Gemeinden und Dörfern zu beobachten ist bzw. war, wird in Großstädten nur selten gelebt. Es gibt Befürchtungen, dass der “soziale Kitt" abhanden kommt. Dabei ist das soziale Miteinander auch in Großstädten eine nicht zu unterschätzende Komponente für Ruhe, Ordnung und Zufriedenheit. Die App soll aus diesem Grund, neben der Verbindung der Bürger mit den Behörden, auch das soziale Miteinander fördern. Sie soll es z.B. sozialen Einrichtungen ermöglichen ehrenamtliche Aufgaben zu erstellen oder Bürgern die Möglichkeit geben andere Bürger in der Nachbarschaft um Hilfe bitten zu können, z.B. Einkaufshilfe oder die Unterstützung bei einem Problem mit dem PC.

Die Applikation

Die App UnserKiez ist als universelle Anwendung gedacht, die sowohl auf dem heimischen PC als auch auf einem mobilen Gerät verfügbar ist.

Das Open Data Prinzip - Ein Gewinn für Bürger und Behörden

Eine wichtige Voraussetzung der App ist die Bereitstellung von Informationen als Open Data zu einfachen Kontrollaufgaben der Verwaltung durch die entsprechenden Behörden. Die Idee dabei ist, dass Behörden einen Teil der in ihrem System verwalteten Aufgaben der App bereitstellt. Die App verwertet dann diese offenen Daten einer Behörde um sie Bürgern, die die App nutzen, anzuzeigen. Damit die App diese Daten verwenden kann müssen sie unter Open Data Lizenz veröffentlicht werden und eventuell ein paar zusätzliche Informationen für die App eingeben werden. Der normale Prozess innerhalb einer Behörde wird kaum verändert. Es werden weiterhin alle Tätigkeiten im Behörden-internen System verwaltet. So muss z.B. bei einer Aufgabe, wie der Überprüfung eines Schlagloches, die genaue Stelle vermerkt sein und was als Rückmeldung an die Behörde gesendet werden soll (z.B. ein Foto des reparierten Schlagloches).

Für die öffentliche Verwaltung wandelt sich somit die Bereitstellung von Open Data in einen konkreten Nutzen um. Der Nutzen und die damit verbundene Kostenersparnis wird höher sein, als der Aufwand zur Bereitstellung der Daten. Das soll auch dazu führen, Mitarbeitern in der Verwaltung das Thema Open Data näher zu bringen.

Sozialer Zusammenhalt - Die Menschen involvieren und motivieren

Damit die Idee der UnserKiez App ein Erfolg wird, müssen beide Seiten, also Behörden und Bürger, einen positiven Effekt bei der Verwendung der App erleben. Um die Mitarbeiter innerhalb der Behörde von der App zu überzeugen, muss man die extra Dateneingabe, die für die App benötigt wird so gering und transparent wie möglich halten. Wenn der Mehraufwand der Eingabe durch den Nutzen (keine extra Fahrt) übersteigt, dann werden die Mitarbeiter diesen Mehraufwand gerne betreiben.
Die Frage ist jedoch, warum sollten Bürger Arbeiten einer Behörde übernehmen? Manche werden sicherlich aus reiner Menschenfreundlichkeit teilnehmen, allerdings reichen diese Bürger womöglich nicht aus. Um möglichst viel Bürger zu motivieren sollen innerhalb der App verschiedenste Elemente aus dem Forschungsbereich Gamification integriert werden.

Gamification

Gamification (Spielifizierung) wendet Mechanismen aus der Spielewelt auf die Nicht-Spielewelt an. Eintönige, meist wiederkehrenden Aufgaben sollen in interessante, spannende Herausforderungen umgewandelt werden. Spaß spielt dabei eine wichtige Rolle. Dies erreicht man zunächst durch Aufstellung von Regeln und Zielen, wodurch die Aufgabe letztlich definiert wird. Regeln sorgen zum einen für Vergleichbarkeit und zum anderen bilden sie auch die Herausforderung. Insgesamt wird mittels Gamification die Beteiligung und Motivation erhöht.

Punkte, Belohungen und Ranglisten

Zur Förderung des Wettbewerbs und des Spaßfaktors vergibt die App für erledigte Aufgaben sogenannte Rewards (Belohnungen), z.B. Punkte oder virtuelle Medaillen und Pokale. Diese werden dann in einer Rangliste angezeigt, die es einem ermöglicht sich mit Freunden und Bekannten zu vergleichen und zu messen. Soziales, verantwortungsbewusstes Handeln einzelner Personen wird dadurch für alle sichtbar gemacht. Dies führt zu Anerkennung im Kiez - ein wichtiger Motivationfaktor.
Diese Punkte können beim nächsten Behördengang in bestimmte Vorteile eingetauscht werden, z.B.: Bevorzugung bei der Terminvergabe, Nachlass auf Gebühren (neuer Pass), etc. So wird der Bürger zusätzlich motiviert Kontrollarbeiten durchzuführen. Das lohnt sich für die Behörden, da die gesparte Arbeitszeit mehr Kosten einspart als für Vergünstigungen entstehen.

  • Behörden Punkte: Diese Punkte können beim nächsten Behördengang in bestimmte Vorteile eingetauscht werden, z.B.: Bevorzugung bei der Terminvergabe, Nachlass auf Gebühren (neuer Pass), etc. So wird der Bürger zusätzlich motiviert Kontrollarbeiten durchzuführen. Das lohnt sich für die Behörden, da die gesparte Arbeitszeit mehr Kosten einspart als für Vergünstigungen entstehen.
  • Soziale Punkte: Durch die Erledigung sozialer Aufgaben erhält man virtuelle Punkte, die anzeigen wie engagiert ein Mitbürger ist. Dabei soll die öffentliche soziale Anerkennung, als ein wichtiger Faktor zur Motivation ausgenutzt werden. Durch den Vergleich auf einer Rangliste mit Bürgern aus der näheren Umgebung wird der Wettbewerb gefördert. Es wird hierbei ganz bewusst auf reale Belohnung verzichtet. Hierbei wird einzig die intrinsische Motivation gefördert. Der Spaß soll im Vordergrund stehen.

Virtuelle Medaillen und Pokale

Darüber hinaus werden immer virtuelle Medaillen und Pokale, für z.B. besonders regelmäßig helfende Bürger vergeben. Diese sind über das virtuelle Profil des Bürgers einsehbar.

Ortsverbundenheit

Gamification wirkt vor allem im näheren sozialem Umfeld, da es mehr Spaß bereitet sich mit Freunden, Bekannten und Nachbarn zu messen. Eine klare lokale Ausrichtung steht deshalb im Vordergrund der App. Menschen interessieren sich nun mal am meisten für ihre nähere Umgebung. Innerhalb der App werden nicht zwingend alle Aufgaben, für z.B. ganz Berlin, angezeigt, sondern nur in einem gewählten Umkreis (z.B. der Kiez, in dem der Bürger auch wirklich wohnt). Auf einer digitalen Karte werden alle Aufgaben in der unmittelbaren Umgebung angezeigt. Jeder Bürger kann sich eine Aufgabe ‚schnappen’ und diese erledigen.

Der generelle Aufbau einer UnserKiez Aufgabe

Bevor wir die intendierte Funktionsweise der App anhand einer Reihe von konkreten Beispielszenarien illustrieren, wollen wir zunächst schematisch die einzelnen Schritte, die zu dem Ablauf einer typischen Aufgabe gehören, erklären. Dabei werden wir sowohl die Arbeitsweise als auch die Funktionen und Begriffe näher erläutern.

Der Lebenszyklus einer UnserKiez-Aufgabe besteht aus sechs Schritten. Wie in der Grafik visualisiert, beginnt alles mit der Erstellung einer Aufgabe und endet mit einer bestätigten Erledigung. D.h., dass der Benutzer, der die Aufgabe erstellt hat, sie nach Durchführung durch einen anderen Benutzers im System als korrekt erledigt markiert.

1. Erstellen einer Aufgabe:

Eine Aufgabe besteht immer aus einem Ort an dem sie durchgeführt werden muss. Einer Beschreibung, einer zeitlichen Einordnung und dem Aufgabentyp.

  • zeitliche Einordnung (Farbe)
    • einmalige Aufgabe
    • Periodisch wiederkehrende Aufgabe
    • dringend
  • Aufgabentyp (Form)
    • Behörden (werden autmatisch via Open Data erzeugt)
    • Nachbarschaft
    • Ehrenamtlich

2. Benachrichtung über neue Aufgabe:

Alle Benutzer haben über ihr Profil angegeben für welchen Bereich sie über neue Aufgabe benachrichtigt werden wollen.

  • Umkreis
    • dynamisch (z.B.: immer in einem Umkreis von 500m des Ortes an dem ich mich gerade befinde)
    • statisch (z.B.: immer in einem Umkreis von 1000m meines Wohnortes)

Wird nun eine neue Aufgabe erstellt werden sofort die Nutzer der App benachrichtigt, für die der Standort der Aufgabe in ihre Umgebung fällt.

3. Ansehen und Annehmen einer Aufgabe

Wird man über eine neue Aufgabe in seinem Umkreis benachrichtigt, kann man sich über die Aufgabe zunächst genau informieren und sie dann akzeptieren. D.h. man sagt zu, dass man diese Aufgabe erledigt.




4. Durchführung der Aufgabe

Der akzeptierende Nutzer führt die in der Aufgabe beschriebenen Hilfstätigkeiten bzw. Kontrollarbeiten für Behörden durch.




5. Bestätigung

Der ursprüngliche Nutzer, der Aufgabe erstellt hat, bestätigt die korrekte Durchführung oder eben nicht.




6. Belohnung

Punkte und Medaillen werden berechnet und vergeben.

Szenarien

Zur Visualisierung der Ideen der App wollen wir den konkreten Ablauf anhand drei Szenarien beschreiben.

1. Szenario - Behördenhilfe

Das Bereitstellen von gesammelten Daten durch Behörden beherbergt ein enormes Einsparpotential. Die Möglichkeit den Bürger aktiv in administrative Proesse einzubinden senkt Kosten der Verwaltung auf der einen Seite und macht gleichzeitig die Arbeit der Behörde transparenter.

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Ausgangssituation

Ausgangsituation

Michaela M. arbeitet seit 15 Jahren in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Durch immer stärkere Sparmaßnahmen, und dem dadurch bedingten Wegfall von Mitarbeitern, türmen sich bei ihr die Aufgaben bis zur Decke und sie weiß nicht mehr wo ihr der Kopf steht.

Aufgabe Erstellen

Aufgabe Erstellen

Sie entschließt sich einige der Kontrollaufgaben, wie das Überprüfen von reparierten Schlaglöchern, rechtzeitiges Abnehmen von Wahlplakaten oder ähnliches in dem dafür vorgesehenen System einzugeben. Das System stellt diese Informationen automatisch als Open Data auf der Open Data Plattform der Verwaltung zu Verfügung. Die App greift regelmäßig auf diese Daten zu und verarbeitet diese zu UnserKiez-Aufgaben. So hat Michaela zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, sie hat die nötigen Informationen in das Behördensystem eingestellt und außerdem werden die Aufgaben gleichzeitig in der UnserKiez App veröffentlicht.

Nachbarschaft Benachrichtigen

Nachbarschaft Benachrichtigen

Tim T. ist gerade auf dem Weg von der Arbeit nach Hause, als sein Mobiltelefon plötzlich in seiner Tasche vibriert. Er schaut drauf und sieht das es eine Behördenaufgabe in einer dieser Straße gibt. Um den genauen Ort zu identifizieren, schaltet die App in den Augmented-Reality Modus um und zeigt Tim den genauen Ort des Schlagloches an.

Aufgabe Ansehen/Annehmen

Aufgabe Ansehen/Annehmen

Die eigentliche Aufgabe besteht aus dem Überprüfen, ob die Reparatur eines Schlagloches fristgerecht, und augenscheinlich korrekt erledigt wurde. Die Aufgabe muss von mindestens 5 Bürgern erfolgreich abgeschlossen werden, damit sie als erledigt gilt. Bisher haben 4 Leute die Aufgabe erledigt. Tim entschließt sich einen kleinen Umweg einzuschlagen, um ebenfalls zur erfolgreichen Vollendung der Aufgabe beizutragen.

Aufgabe Durchführen

Aufgabe Durchführen

Um die Aufgabe zu erledigen muss Tim ein Foto der reparierten Stelle an die Behörde senden. Er nimmt mit seinem Telefon ein Foto auf und schickt dieses über die App an Michaela und bestätigt, dass das Schlagloch geschlossen wurde.

Durchführung Bestätigen

Durchführung Bestätigen

Michaela erhält die Nachricht samt angehängtem Foto, dass ein weiterer Bürger die Schlaglochaufgabe als erledigt hat. Michaela kann die von den Bürgern gesendeten Bilder an den zuständigen Experten weiterleiten. Dieser wird wie bisher auch entscheiden, ob es Zweifel an einer sachgerechten Reparatur gibt. Michaela spart sehr viel Zeit da sie die Fotos nicht selbst machen musste und kann, anstatt Überstunden zu machen, mit ihrem Sohn in den Zirkus gehen.

Belohnung

Belohnung

Tim sitzt gerade auf der Couch und sieht den Tatort als auf seinem Mobiltelefon die Nachricht erscheint, dass die Behördenaufgabe als abgehakt markiert wurde und ihm 5 Behördenpunkte gutgeschrieben wurden. Tim ist hocherfreut. Er muss bald seinen Personalausweis neu beantragen, dank der zusätzlichen Behördenpunkte ist dieser Vorgang nun um die Hälfte billiger für ihn. Er beschließt das so gesparte Geld sofort in einen Gerstensaft in der Eckkneipe einzutauschen. So tut er auch noch was für die Berliner Wirtschaft.

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2. Szenario - Nachbarschaftshilfe

Motivation zur nachbarschaftlichen Hilfe entsteht zumeist zwischen Menschen, die in einer ähnlichen sozialen oder materiellen Situation sind. In urbanen Gesellschaften mit einem hohen Grad der Individualisierung, beispielsweise in der anonymen Nachbarschaft von Hochhausbewohnern, wird häufig das Fehlen von Nachbarschaftshilfe beklagt. Einen Ansatz diesem Missstand entgegen zu treten bietet die UnserKiez App.

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Ausgangssituation

Ausgangsituation

Erwin H., ein alleinstehender 55 jähriger Bibliothekar, hat sich bedauerlicherweise beim Sortieren seiner Lieblingsbücher ein Bein gebrochen. Durch den Beinbruch ist Erwin in seinem Alltag stark eingeschränkt und kann unter anderem seine Einkäufe nicht mehr erledigen.

Aufgabe Erstellen

Aufgabe Erstellen

Erwin bittet deswegen über die UnserKiez App seine Nachbarn um Unterstützung. Dazu erstellt er eine Aufgabe "Einkaufshilfe gesucht", in die er Informationen über seinen Wohnort eingibt und die Lebensmittel, die er dringend benötigt. Da der Gips erst in einem Monat abkommt markiert er die Aufgabe als wöchentlich wiederkehrende Tätigkeit.

Nachbarschaft Benachrichtigen

Nachbarschaft Benachrichtigen

Daniel F., Informatikstudent im 6. Semester, sitzt gerade beim Frühstück und liest einen wissenschaftlichen Beitrag seines Professors in einem Journal, als sein Mobiltelefon ihn über eine neue Aufgabe in seiner unmittelbaren Nachbarschaft informiert.

Aufgabe Ansehen/Annehmen

Aufgabe Ansehen/Annehmen

Daniel greift nach seinem Telefon und liest sich die Aufgabe, die Erwin erstellt hat, durch. Er sieht in der Aufgabenbeschreibung das Erwin auf dem Weg zur Uni wohnt und entscheidet sich spontan ihm zu helfen. Er klickt auf den Aufgabe Annehmen Button und lässt Erwin so wissen, dass sich jemand um den Einkauf kümmert.

Aufgabe Durchführen

Aufgabe Durchführen

Im Supermarkt angekommen öffnet Daniel erneut die App und schaut sich an, was Erwin alles braucht. Nachdem er alle Sachen besorgt hat, bringt er die Lebensmittel bei Erwin vorbei und geht dann zur Uni. Erwin ist begeistert über die schnelle Hilfe...

Durchführung Bestätigen

Durchführung Bestätigen

...und setzt sich gleich an den Rechner, um die Aufgabe als erfolgreich erledigt zu markieren. Er schreibt Daniel auch gleich noch eine Dankes-Mail und konzentriert sich auf seine Genesung.

Belohnung

Belohnung

Daniel, der gerade an der Uni angekommen ist, erhält Erwins Dankes-Mail und sieht in der App, dass er für das prompte Erledigen der Aufgabe 10 Sozialpunkte bekommen hat. Er freut sich, zumal er damit auch wieder an seinem Studienkollegen Kay in der Rangliste vorbeigezogen ist. Das wird er ihm in der Vorlesung gleich mal unter die Nase reiben.

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3. Szenario - Ehrenamtliche Hilfe

Ehrenamtliches Engagement ist die am weitesten verbreitete und alltägliche Form prosozialen Handelns. Die Motive hierfür sind sehr vielseitig und reichen vom Bedürfnis der Bürger zur gesellschaftlichen Mitgestaltung über soziale Einbindung bis hin zur Verbesserung des Selbstwertgefühls.

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Ausgangssituation

Ausgangsituation

Die engagierte Kindergärtnerin Özlem S. kann leider nicht zur Arbeit gehen, da sie mit einer Bronchitis und erhöhter Temperatur das Bett hüten muss. Dabei hatte sie sich sehr auf das heutige Kekse backen mit den Kindern gefreut.

Aufgabe Erstellen

Aufgabe Erstellen

Um auf die Schnelle eine ehrenamtliche Aushilfe zu finden greift Özlem zu ihrem iPad und erstellt die Anfrage mit Hilfe der UnserKiez App. Neben Informationen zum Kindergarten weist sie besonders auf das Kekse backen hin.

Nachbarschaft Benachrichtigen

Nachbarschaft Benachrichtigen

Wie fast jeden Tag sitzt die Ingeborg A. an ihrem PC und liest im Internet nach, was es neues in den Königshäusern Europas gibt. In diesem Moment erscheint eine neue Nachricht der App und zeigt eine Aufgabe an, die wie für sie gemacht ist. Die rüstige alte Dame liebt Kinder über alles und seit ihre Enkel in eine andere Stadt gezogen sind freut sie sich über jede Gelegenheit etwas mit Kindern zu unternehmen.

Aufgabe Ansehen/Annehmen

Aufgabe Ansehen/Annehmen

Die Idee mit den Kindern des Kindergartens "Sonnenwiese" einen Nachmittag zu backen verzückt die alte Dame und sie zögert nicht lange und nimmt die Aufgabe an.

Aufgabe Durchführen

Aufgabe Durchführen

Es duftet nach Anisplätzchen, Zimtsternen und Kokosmakronen, nachdem Ingeborg ihre ganz speziellen Rezepte mit den Kindern teilt.

Durchführung Bestätigen

Durchführung Bestätigen

Auch Özlem ist überglücklich, dass das Kekse backen aufgrund ihrer Krankheit nicht ins Wasser gefallen ist. Immer noch krank im Bett liegend markiert sie die Aufgabe auf ihrem iPad als erledigt.

Belohnung

Belohnung

Ingeborg werden für Engagement acht Sozialpunkte gutgeschrieben. Was der alten Dame allerdings viel wichtiger erscheint, ist das Gefühl gebraucht zu werden und den kleinen Kindern ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern.

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Kontakt

Michael Meder, Till Plumbaum, Sebastian Preusse

Technische Universität Berlin / DAI-Labor
Fakultät IV für Elektrotechnik und Informatik
Sekretariat TEL 14, Ernst-Reuter-Platz 7, 10587 Berlin